Biathlon
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Die Ursprünge dieser Sportart gehen über 5000 Jahre zurück: in dieser Zeit fand man erste Aufzeichnungen über das Jagen auf Skiern. Auch in der römischen, griechischen und chinesischen Geschichte gibt es immer wieder Schriftstücke, in denen über das Jagen auf Skiern berichtet wird. Die ersten Wettkämpfe gab es erst in den letzten Jahren des 19 Jahrhunderts...bis dorthin diente die Kombination aus Langlauf und Schießen ausschließlich der Jagd oder militärischen Zwecken, doch auch diese Wettkämpfe wurde als sogenannte Patrouillenläufe vom Heer veranstaltet. Die Herstellung von Skiern in Österreich in Werkstätten (seit 1906) förderte nicht nur den alpinen Sport, sondern auch den Langlauf.

1958 wurde der Biathlon-Sport offiziell anerkannt, und es fanden die ersten Weltmeisterschaften in Courmayeur (Italien) statt. Seitdem werden diese jährlich durchgeführt. Der damalige Verband war die UIPMB (Union Internationale du Pentathlon Moderne). 1960 in Squaw Valley war Biathlon erstmals olympisch, was sich seither nie geändert hat!

Das Regelwerk hat sich jedoch bis heute stark verändert: von 1958 bis 1965 wurde im Biathlon nur der Einzellauf ausgetragen, nur die Distanz (20km), die Anzahl der Schießprüfungen (4) und die Zahl der abzugebenden Schüsse (jeweils 5) stimmen mit den heutigen Wettkämpfen überein. Zu dieser Zeit gab es vier unterschiedliche Schießplätze mit unterschiedlichen Entfernungen (250m, 200m, 150m und 100m): an den ersten drei Schießplätzen konnte in beliebiger Anschlagart geschossen werden, am vierten jedoch mußte stehend frei geschossen werden.

Seit 1966 gilt die Reihenfolge, die auch heute noch Bestand hat (liegend, stehend, liegend, stehend). Auch der Durchmesser der zu treffenden Scheiben variierte von anfangs 50cm (Entfernung 150m) bis zu 25cm. Seit 1967 (WM in Altenberg/Deutschland) wird nur auf einem Schießplatz geschossen und der Durchmesser der Scheiben betrug 50cm (traf man den 35cm durchmessenden Außenspiegel bekam man nur eine Strafminute, war man innerhalb von 25cm blieb man straffrei. Verfehlte man die Scheibe gänzlich, gab es 2 Strafminuten).

Seit 1966 gibt es auch den Staffellauf: er wurde bei der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen eingeführt. Seit 1967 dürfen die Staffelläufer zu den 5 abzugebenden Schüssen noch drei mal nachladen, was sich auch bis heute nicht verändert hat. Jedoch waren die zu treffenden Ziele damals noch Luftballons(!), die später durch Sicherheitsglasscheiben ersetzt wurden. Eine einschneidende Maßnahme gab es 1978: hier wurde vom Großkaliber auf des Kleinkaliber umgestellt. Die Weltmeisterschaft im tirolerischen Hochfilzen wurden zum ersten Mal mit Kleinkalibergewehren ausgetragen.

Als dann auch die Schießentfernung auf 50m festgelegt wurde und die Scheibengrößen von 11cm stehend und 4,5cm liegend offiziell wurden, nahm die Popularität dieses Sports enorm zu. Ebenfalls seit 1978 gibt es den Sprintbewerb über die 10km. Zuvor gab es nur den 20km-Bewerb. Bei den Weltmeisterschaften 1981 wurde schließlich von den zerbrechlichen Glasscheiben auf die auch heute noch (teilweise) verwendete Klappscheibe umgestellt. In den 90er Jahren setzten sich schließlich die elektronischen Scheiben immer mehr durch.

Frauenbiathlon wurde im Gegensatz zu den Männern erst 1992 in Albertville/Frankreich olympisch! Aber auch in den letzten Jahren gab es Veränderungen, die diesen Sport noch attraktiver machen: so etwa die Einführung des Verfolgungsrennens, oder der seit der Saison 1999/2000 durchgeführte Bewerb des Massenstarts! Auch in der Zukunft wird es mit Sicherheit noch einige Veränderungen in dieser tollen Sportart geben, was ihrer Popularität und Faszination sicher nicht schaden wird!

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